Hier die Geschichte meiner Laufbahn als Funkamateur.

Nach einem Lehrgang beim DARC-Ortsverein Berlin-Charlottenburg ging es zur Lizenzprüfung:

BERLIN-RUNDSPRUCH VOM 20. OKTOBER 1967


Zur Stunde sind der Distriktsvorsitzende, DL7AA, und sein Stellvertreter, DL7AX, unterwegs nach Heidelberg, um an der Clubversammlung teilzunehmen, die am 21. und 22. Oktober stattfindet. Der Distriktsvorsitzende wird auf einer termingemäß einberufenen Distriktsversammlung am Mittwoch, dem 15. November um 19.30 MEZ im Restaurant der Kindl-Brauerei, Berlin-Neukölln, Hermannstraße über die Ergebnisse in Heidelberg berichten.


Der Verbindungsbeauftragte zur Landespostdirektion gibt folgende neuerteilte Rufzeichen bekannt:

DL7OC an OM Hans Weber, Berlin 39,
DL7OD an OM Jörg Detlef Fritzke, Berlin 26,
DL7OE an OM Manfred Ballerstedt, Berlin 62,
DL7OF an OM Ernst Friedemann Krause, Berlin 20,
DL7OG an OM Horst Schütze, Berlin 10,
DC7AA an OM Joachim Gliesch, Berlin 45,
DC7AB an OM Axel Böhme, Berlin 37,
DC7AC an OM Gerhard Casper, Berlin 20,
DC7AD an OM Günter Schulz, Berlin 46 und
DC7AE an OM Horst Jürgen Schurig, Berlin 30.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Ein Jahr später zog ich aus beruflichen Gründen nach Wolfenbüttel und gründete gleich einen neuen Ortsverband, da es viele Funkamateure aber keine Koordination gab.

 

Ein Lehrgang für Interessierte wurde ins Leben gerufen und nach kurzer Zeit entwickelte sich ein abwechselungsreiches Vereinsleben.

Wolfenbüttler Anzeiger       Freitag, 13.Dez. 1968

dl7og.jpg (10349 Byte)

Das INSTRUMENTARIUM einer Amateur-Funkstation ist für denLaien ein "Buch mit sieben Siegeln".

Unser Bild zeigt den Vorsitzenden des Ortsvereins Wolfenbüttel, bei seiner Freizeitbeschäftigung.

http://tmwf.no-ip.org/h36/download/ov/h36.pdf

Radio-Amateure schlossen sich zusammen

Ortsverein Wolfenbüttel gegründet - Horst Schütze ist Vorsitzender - Lehrgang

Viele kannten sich schon aus Gesprächen, die sie sich gegenseitig drahtlos auf Entfernung übermittelten, andere waren Neulinge, als man sich in diesenTagen  

 in der Gastwirtschaft "Goldener Hirsch" in Wolfenbüttel einander mit den Laien fremd klingenden Abkürzungen aus Ziffern und Buchstaben vorstellte.

Der Grund: DieRadio-Amateure aus der Lessingstadt, dem Kreisgebiet und den darüber hinaus angrenzenden Gemeinden trafen sich zur Gründung

eines Ortsvereins innerhalb des DeutschenAmateur-Radioclubs.

Überrascht zeigte sich der Vorsitzende des Distrikts Niedersachsen dieser Organisation, Gerd Schnabel (Wolfsburg), über das große Interessean dieser konstituierenden

Zusammenkunft, denn es waren immerhin 17 Freunde dieses anspruchsvollen "Steckenpferds" zugegen. Der Sprecher bezeichnete die Funk-Amateure als reine Individualisten,

die sich allerdings auch mit organisatorischen Fragen und einer Vereinsführung auseinandersetzen müßten. In diesem Zusammenhang erwähnte Schnabel' die zahlreichen

Aufgaben, die die Vorstände auf Orts-, Landes oder Bundesebene zu bewältigen hätten. Da den Amateuren die Sendebereiche immer stärker beschnitten würden, könne

eine "Frequenzverteidigung" nur massiv geführt werden, wenn der Club gewisse Stärken vorzuweisen habe. Der Wolfenbütteler 'Raum und damit die Radio-Amateure seien

in der Vergangenheit vom Club etwas"stiefmütterlich" behandelt worden.

So habe man dem Wunsch einer Ortsvereinsgründung entsprochen. Damit gibt es 36 solcher Einrichtungen auf lokalem Bereich in Niedersachsen.

Als Beispiel für die Entwicklung solcher Ortsvereine führte der Distriktsvorsitzendedie Wolfsburger Vereinigung an. Während der Mitgliederstand vor zehn Jahren bei

derGründung acht betragen habe, seien es inzwischen 120 mit hervorragenden technischen Ausrüstungen geworden. Wolfenbüttel habe den

Distrikts- und Ortskenner (DOK)"Holland 36" erhalten.

Die Wahlen für den ersten Vorstand des Ortsvereins Wolfenbüttel ergaben folgendesBild: Zum l. Vorsitzenden berief die Versammlung den Initiator dieser Gründung,

HorstSchütze aus Linden. Sein Stellvertreter wurde Klaus Trezeciak, während die Funktion des Schriftführers und Kassenwarts Wolfgang Beckert wahrnimmt. Durch

ihre Mitgliedschaft imDARC, die meisten Anwesenden gehörten dieser Organisation schon an, haben dieRadio-Amateure zahlreiche

Vorteile. Ihnen stehen Fachreferate für Auskünfte auf den verschiedensten Gebieten zur Verfügung.

Technische Beratungen und Rechtsschutz gehören unter anderem dazu. Außerdem erhalten sie regelmäßig Informationsschriften.

Der Stolz eines jeden Funkamateurs sind die sogenannten Funkbestätigungskarten. Diese erhält ein Amateur von einem Empfänger, wenn zum erstenMal

eine Verbindung zwischen beiden hergestellt wurde. Einige"Steckenpferd-Reiter" haben bereits eine beachtliche Kollektion aus aller Weltvorzuweisen.

Die farbenprächtigen Motive und originellen Darstellungen zieren die "Buden" der Funker und werden von ihnen gesammelt, wie andere es mit

Briefmarken, Bier- Deckeln oder Zündholzschachteln tun.

Übrigens werden diese Karten, die Post kostenlos befördert, in einer Zentralstelle in München gesammelt und von dort an die Ortsvereine verteilt. Täglich

treffen etwa 9000 dieser Bestätigungen in der Bundesrepublik ein. Ein "QSL"-Vermittler - die Abkürzung ist die Bezeichnung für die Karten verteilt sie

dann an die Empfänger.

Bereits im Januar nächsten Jahres wollen die örtlichen Amateure ein Vorbereitungskursus für die Lizenzprüfung bei der Bundespost in die Wege leiten,

der für die Teilnehmer recht preisgünstig sein wird. Hier werden die Bewerber mit allen Einzelheiten in Technik und Praxis unterwiesen. Abschließend

wurden von den Mitgliedern Fragen zur technischen Beschaffenheit der Ausrüstung diskutiert.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Braunschweiger Anzeiger    13.Dez. 1968

Ortsverband für Radio-Amateure

Gründungsversammlung nächste Woche - Aus der Arbeit

Auf Wunsch vieler Interessenten und Mitglieder der umliegenden Ortsverbände soll nun auch in Wolfenbüttel ein Ortsverband des Deutschen Amateur-

Radio-Clubs ins Leben gerufen werden. Die Gründungsversammlung wird am Mittwoch, 11. Dezember, um 19.30 Uhr in der Gaststätte

"Goldener Hirsch", Wolfenbüttel, Leopold  Straße, stattfinden.

Der Distrikt Niedersachsen des DARC verfügt (mit Wolfenbüttel) über 36 Ortsverbändezwischen Göttingen und Lüchow, die vom Distriktvorstand betreut werden.

JedemOrtsverband steht ein örtlicher Vorstand vor, der alle zwei Jahre gewählt wird.

Der Distrikt Niedersachsen gibt einen wöchentlichen Niedersachsen-Rundspruch heraus, der jeden Sonntag von verschiedenen Stationen ausgestrahlt wird und immer über

das neuste Geschehen im Distrikt berichtet. In unregelmäßigen Abständen gibt es darüber hinaus ein Mitteilungsblatt. Die Ausstrahlung des Niedersachsen-Rundspruchs erfolgt

über die  Stationen Hannover, Wolfsburg , Göttingen und Salzgitter auf dem 80-Meter-Band und teilweise auf dem Zwei-Meter-Band in UKW.

Auf der ganzen Welt gibt es rund 400000 lizenzierte Sendeamateure. Annähernd 15000 sind es in der Bundesrepublik und in West-Berlin, die fast ausnahmslos dem

Deutschen Amateur-Radio-Club angehören. Der DARC ist seinerseits Mitglied der weltweiten Internationalen Amateur-Radio-Union.

Er unterhält 400 Ortsverbände, die sich auf 18 Distrikte vorteilen. Dort finden die Mitglieder den persönlichen Kontakt und die unmittelbare Betreuung, zu der in ersterLinie

die Vorbereitung auf die Lizenzprüfung der Deutschen Bundespost gehört.

Besondere Aufmerksamkeit widmet der DARC' dem Nachwuchs, zu dem in erster Linie Jugendliche gehören. Der Club hat daher ein spezielles Jugendreferat eingerichtet,

nach dessen Anleitung die jungen Mitglieder in örtlichen Jugendgruppen sowie in Lehrgängen eine vielseitige Ausbildung erhalten.

1970 ging es wieder nach Berlin. Hier hatte ich einen Studienplatz an der PH bekommen. Mit DC7AL begann dann der Aufbau eines Amateurfunkrelais (DB0UB),

 

der zur Funkausstellung auf dem Berliner Funkturm den Betrieb aufnahm.

Mit 2 Storno-Taxifunkgeräen (10 Watt Sendeleistung) und einer Sperrholzplatte voller Relays zur Steuerung begannen die ersten Versuche. Zwei 10 Elementantenne für

145 MHz als Sende- und Empfangsantenne (eine Horizntal die andere Antenne Vertikal zur Entkopplung) brachten schon recht gute Ergebnisse. Der nächste Versuch war

schon etwas Kommerzioneller. Es wurden Baugruppen aus Bosch Taxifunkgeräte (Volltransistorisiert) verarbeitet. DB0WF1.jpg (202233 Byte)

Das nächste Problem waren die Antennen. Mit Topfkreisfiltern wurde eine gute Entkopplung der Sende- und Empfangseinheit realisiert. Dadurch wurde der Sende-Empang

mit nur einer Antenne möglich. Nach einien Wochen Probebetrieb wurde ein guter Standort gesucht. Die Leitung der Ausstellungen am Berliner Funkturm genehmigten uns

den Aufbau auf der oberen Plattform des Funkturms. Im eigens dafür konstruirte Schrank mit Klimaregelung (im Winter bis - 15 Grad und im Sommer bis + 60 Grad

mußten ausgeglichen werden. Die Antenne wurde auf der Antennenplattform montiert. Hierbei mußten auch die andern Sene/Empangseinheiten der anderen kommerzialen

Organisationen beücksichtigt werden um gegenseitige Störungen zu vermeiden.

Pünktlich zur Funkausstellung begann der Umsetzerbetrieb. Es wurden Reichweiten von ca. 300 Km erreicht (Südschweden, Polen, Fichtelgebirge, der Elm bei Helmstedt

und Hamburg) erreicht. Durch Abstand der Sende und Empfangsfrequenz von 1,6 MHz (144,2 und 145,8 Mhz) war bei den parallel konstuirten Sende/Empfängern mit

einer ersten Zwischenfrequenz von 1,6 MHz wurde nur ein Quarz zur Steuerung benötigt. Der Tranceiver hatte die Größe einer Zigaettenschachtel. Sendeleistung ca.

1,5 Watt. Damit konnte man im Berliner Stadtberich über das Relays arbeiten.

BERLIN    10.10.1971

180 Stationen der insgesamt 560 Berliner Funkamateure sind auf UKW QRV, davon etwa 20 auf 70 cm und 2 auf 23 cm. Entsprechend der Insellage der Stadt findet

UKW-DX-Verkehr das größte Interesse aber auch Mobil- und Umsetzerbetrieb ist gefragt. Der Umsetzer, DLØUB, war zur Internationalen Funkausstellung auf dem

Berliner Funkturm in 143 m Höhe im Versuchsbetrieb und soll dort (nach endgültiger Genehmigung durch die Landespostdirektion) im Dauerbetrieb arbeiten. Die

Sendeleistung beträgt 8 W und die Empfänger-Eingangsempfindlichkeit 3 V für 20 dB Rauschabstand (144,2 / 145,8 MHz).

Inzwischen hat das Bundespostministerium in einer Verfügung vom 06.08.1971 die technischen und betrieblichen Auflagen bekanntgegeben, nach denen Clubstationen

als UKW-FM-Relaisstellen lizenziert werden können. Aufgrund dessen erteilte die LPD Berlin, OM Horst Schütze, DL7OG, als verantwortlichen Leiter, die Lizenz für

den Betrieb einer FM-Relaisstelle auf dem Berliner Funkturm. Das Rufzeichen lautet nach der neuen Einteilung DBØWF.

Wir wünschen allen Stationen viel Erfolg beim Arbeiten über das Berlin-Relais.

Spandauer Volksblatt 20.Sep. 1987

Auf der Funkausstellung

Fernsehsendung aus dem Studio Spandau

Betckestraße 8, 2 Treppen. Hier wohnt der Jugendpfleger Horst Schütze mit seinerFamilie. Im ersten Augenblick macht die Wohnung einen völlig normalen Eindruck.

Das ändert sich schlagartig, sobald man das Arbeitszimmer des Hausherrn betritt: Man erblickt ein Gewirr von Kabeln, Mikrofonen, Kameras, Monitoren und Apparaturen,

man fühlt sich in ein Fernsehstudio versetzt, und genau dort ist man auch gelandet. Es sendet in Richtung Funkausstellung

"Anfangs habe ich an Tonband und Plattenspieler gebastelt, wie viele andere auch", erzählte uns Horst Schütze. "Aber eines Tages genügte mir das nicht mehr. Ich schloß

mich den Funkamateuren an, absolvierte einen Lehrgang beim Berliner Distrikt des DARC (Deutscher Amateur Radio Club) und vervollkommnete meine Kenntnisse durch

Fernkurse."

Über den Sprechfunk kam er dann zum Fernsehen. Zusammen mit einigen Freunden baute Horst Schütze mit dem geringen Aufwand von 300 Mark Materialkosten einen

betriebsfähigen Fernsehsender mit einer Ausgangsleistung von sieben Watt, das einem Verbrauch einerTaschenlampenbirne entspricht. Immerhin lassen sich mit dieser Stärke

trotz der ungünstigen Abstrahlungen im Berliner Stadtgebiet Entfernungen von rund 18 Kilometern überbrücken, auf dem Lande sind es rund 100 Kilometer, von Bergen aus

sogar 300. Bei der Post wurde eine Lizenz für Testsendungen beantragt und erteilt, in Schöneberg entstandein zweiter Sender. Beide sind in der Lage, miteinander Verbindung

aufzunehmen und Bild und Ton miteinander auszutauschen, also beinahe eine Art drahtloses Bildtelefon.

Die Spandauer Station ist die erste, die Bild und Ton synchron im 70-cm-Band ausstrahlt, in Schöneberg mußte man für den Ton vorerst eine andere Frequenz wählen.

Die Sendungen können mit jedem Fernsehapparat empfangen werden, vorausgesetzt, dieFrequenzbreite wurde durch den Einbau eines Konverters erweitert.

Berliner Morgenpost  20.Sep. 1987

Auf der Internationalen Funkausstellung zeigt der DARC im Pavillon C dem interessiertenPublikum einen Querschnitt durch den Amateurfunk. Hier wurde

eine Station installiert, bei der sich Horst Schütze und sein Schöneberger Kollege abwechselnd mit kurzen Sendungenmelden. Um während der Ausstellung

täglich senden zu können, hat er einen Teil seines Urlaubs genommen. Zwischendurch schickt er ein eigenes Testbild in den Äther.

In seiner Eigenschaft als Jugendpfleger tritt Horst Schütze am l. Oktober seinen Dienst im Jugendfreizeitheim in der Hakenfelder Wichernstraße an, das bereits alsTreffpunkt

der Spandauer Amateurfunker dient. Hier möchte er eine Jugendgruppe aufbauen.

Zur Zeit gibt es in Berlin über 800 Mitglieder des DARC, von denen rund 500 eine Sendelizenz haben. Stolz ist man, daß Berlin die einzige Stadt der Welt ist, in der vier

der schwierigsten Amateurfunkauszeichnungen erworben wurden.

Die Spandauer DARC-Bezirksgruppe trifft sich an jedem Freitag ab 19.30 Uhr im Jugendfreizeitheim Wichernstraße. Interessenten sind stets willkommen. Am

4. September veranstaltet der Distrikt Berlin im Pavillon am See in Tegel ab 19 Uhr ein internationales Fest mit einein bunten Unterhaltungsprogramm.

RAINER W. DURING

BERLIN  20. Oktober 1987

180 Stationen der insgesamt 560 Berliner Funkamateure sind auf UKW QRV, davon etwa 20auf 70 cm und 2 auf 23 cm. Entsprechend der Insellage

der Stadt findet UKW-DX-Verkehr das größte Interesse aber auch Mobil- und Umsetzerbetrieb ist gefragt. Der Umsetzer, DLØUB, war zur

Internationalen Funkausstellung auf dem Berliner Funkturm in 143 m Höhe im Versuchsbetrieb und soll dort (nach endgültiger Genehmigung durch

die Landespostdirektion) im Dauerbetrieb arbeiten. Die Sendeleistung beträgt 8 W und dieEmpfänger-Eingangsempfindlichkeit 3 V für 20 dB

Rauschabstand (144,2 / 145,8 MHz).

Wir wünschen allen Stationen viel Erfolg beim Arbeiten über das Berlin-Relais

Bilder vom  Aufbau

Die Eingeweide eines Amateurfunkrelays

DB0WF3.jpg (210711 Byte)

DC7AL bei der Montage

DB0WF4.jpg (193192 Byte)

Die Frontansicht - Hier sieht man nichts mehr von der Mühe bem Aufbau

DB0WF5.jpg (213590 Byte)

Unterseite - Hier sind die Filter zu erkennen                                                              Aufstieg zur Antennenplatform

Bei der Antennenmontage auf der Antennenplattform

Mein nächses Projekt war ein Server (Computer) zum Austausch von Daten. Heute ist das der E-Mailverkehr. Laut Postvorschriften war Datenverkehr im Telefonnetz

verboten. Als Funkamateur konnten wir aber die Möglichkeit, auf  den 145 Mhz Amateurfunkbereich ausweichen. Um möglichst vielen Amateurfunkern die Möglichkeit

zu geben, das System zu benutzen, wurde der Verkehr im Baudot-Code (Fernschreibcode) abgewickelt. Hierzu benötigte der Benutzer nur einen alten Fernschreiber (war

für ca. 50 DM zu erstehen) und eine leicht zu bauenden Steuereinheit zum Betrieb mit einem Funkgerät einzurichten. Der Rechner bei mir war ein Commodore 2032 mit 2

Diskettenlaufwerken (5 Zoll Disketten 1,20MB Speicherkapazität). Das System wurde mit der Kennung "//RIC" angerufen und meldete sich automatisch. Nachdem

das Rufzeichen abgefragt wurde entsprechende Nachrichten zu dem Rufzeichen ausgegeben. Später wurde die Betriebsart auf ASCCI umgestellt.

Ein Computer wurde durch den Commodore  VC 20 für jeden bezahlbar. Nachdem das Internet eingeführt wurde, war diese Betriebsart überholt. Als Ersatz wurde

Packet-Radio eingeführt. Mit der Packet-Radio-Betriebsart können Funkamateure mit ihren üblichen UKW-Funkgeräten untereinander Daten austauschen.

.  

Commodore 2032 mit 2 Diskettenlaufwerken (5 Zoll Disketten 1,20MB Speicherkapazität) und 280px-CBMVIC20P8.

Selbst in meinem Wohnmobil hatte ich eine komplette Anlage, die auch während der Fahrt automatisch den Funkverkehr übernahm.

Wohnmobil vor Lackierung

Wetterstation und Amateurfunkantennen für KW( (W3) und UKW (10Elem. - 145Mhz und 24 Elem. - 445Mhz + Vertikal für 2m und 70 cm

Wetterhütte

In den 90. Jahren reduzierte ich meine Aktivitäten im Amateurfunk und war nur noch gelegentlich QRV (aktiv).

Mein neustes Hobby wurde die Meterologie. Ich wohnte in der Zwischenzeit auf dem Lande im eigenen Haus mit großen Garten. Auf dem Dach waren div. Empfangseinheiten

wie Windmesser, Regenmesser, Helligkeit und Solarmesser, Temperatur und Feuchte, Ein Sensor zur Messung der Blitzaktivität bei einer Reichweite bis zu 1200 KM

mehrere Wetterkameras (drehbar). Die gemessenen Daten und Bilder wurden automatisch ins Internet gesendet und konnten dort unter http://www.havellandwetter.de

ausgelesen werden.Weitere Infos unter  rbb22062011.wmv  und  rbb06062010.wmv       Besuch der RBB Wetterredaktion bei mir.

  RBB Wetterfee  bei Havellandwetter in Nennhausen

Leider machte mir meine Gesundheit starke Einschränkungen. Durch eine Nervenentzündung bin ich an beiden Beinen gelähmt und kann mich nur noch im Rollstuhl bewegen.

Um unabhängig zu sein und meine Familie zu entlasten, habe ich mich entschlossen, in ein Pflegeheim zu gehen. Aber auch hier betreibe ich weiterhin eine kleine Wetterstation

Mein neues QTH und die Wettersensoren

und bin unter meiner alten Kennung "havellandwetter.de" zu finden. Computermäßig bin ich gut ausgerüstet und würde gerne über´s Internet Kontakte aufnehmen.

E-Mail:  hmschuetze@hotmail.de